Triathlet Volker Romowicz (51) unterstützt die DKMS seit Jahren, indem er für seine Läufe Geld von Sponsoren sammelt. Wie alles begann und wie er heute Grenzen überwindet, erzählt der Familienvater in seinem Gastbeitrag.

Seit 2012 unterstütze ich die DKMS, angefangen hat alles im April. Damals fand eine Typisierungsaktion für den damals 13-jährigen Max statt, der mit seiner Familie in einem unserer Nachbarorte wohnte. Unser Sohn war etwa gleich alt, deshalb konnten meine Frau und ich uns sehr gut in die Lage der verzweifelten Eltern versetzen, die um das Leben ihres Kindes fürchten mussten. Wir beschlossen, die Aktion finanziell zu unterstützen.

Einen Monat lang spendete meine Frau für jeden Haarschnitt, der in ihren Friseursalons vorgenommen wurde, einen Euro. Am Ende konnten wir der Aktion „Helfen Sie Max und anderen“ 3.000 Euro überreichen. Angetan von der Arbeit der DKMS und ihrer tollen Organisation und Betreuung während dieser Aktion, beschloss ich, mich weiterhin für die DKMS und ihren Kampf gegen Blutkrebs einzusetzen.

Seitdem absolviere ich jedes Jahr einen Spendenlauf zugunsten der DKMS. Ich spreche Firmen an und bitte sie, mein sportliches Engagement mit Geld für die DKMS zu unterstützen. Als kleine Gegenleistung erhalten die Spender einen Platz für ihr Logo auf meiner Wettkampfkleidung.

Volker beim Triathlon „Ostseeman“

Der erste Spendenlauf war 2013 ein Marathon in Hamburg. In den drei Jahren darauf folgten Triathlons über die Ironman-Distanz, unter anderem in Glücksburg beim OstseeMan. 2017 konnte ich mir dann einen Startplatz beim weltweit größten Triathlon in Roth sichern. Mit geschätzten 150.000 begeisterten Zuschauern war dies ein ganz besonderes Erlebnis. 2018 beschloss ich, meinen ersten Extrem-Triathlon zu wagen, den Thor Beach Triathlon in Dänemark. Die Herausforderung: 3,8 km schwimmen in der Nordsee, 186 km Rad fahren rund um den Nissum-Fjord, wo der Wind gefühlt immer von vorne kommt, und ein abschließender Marathonlauf am Strand im weichen Sand. Letztes Jahr war dann wieder der OstseeMan an der Reihe. Bei dieser Veranstaltung habe ich zum ersten Mal die 5.000-Euro-Marke geknackt. Das war ein toller Erfolg für die gute Sache!

Für 2020 habe ich mir etwas Besonderes ausgedacht – aus folgendem Grund: Jeder Blutkrebspatient muss, um seine Krankheit besiegen zu können, weit über seine Grenzen gehen. Auch ich möchte mich sportlich über meine Grenze begeben. Deshalb werde ich im Juli in Lensahn am Triple Ultra Triathlon teilnehmen. Das bedeutet 11,4 km schwimmen, 540 km Rad fahren und 126 km laufen. Man denkt, das sei eine schier unlösbare Aufgabe. Vielleicht weiß man zunächst nicht, wie man es schaffen wird, aber man muss es einfach versuchen und fest an seine Kraft glauben. Das ist die Botschaft, mit der ich Erkrankten Mut machen möchte: Glaubt an Euren Sieg über den Krebs, auch wenn der Kampf eine riesige Herausforderung ist!

Für Lensahn habe ich übrigens schon feste Spendenzusagen über 5.800 Euro. Ich werde also dieses Mal die 6.000-Euro-Marke knacken. Dass ich das eines Tages schaffen würde, habe ich früher auch nicht gedacht.

Text und Fotos: Volker Romowicz

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