Sich für einen guten Zweck einzusetzen, ist für viele Unternehmen seit Jahren selbstverständlich – nicht immer im Licht einer großen Öffentlichkeit. Die Richtlinie zur Erweiterung der Berichterstattung von großen kapitalmarktorientierten Unternehmen soll für mehr Transparenz sorgen. Es geht um die so genannte Corporate-Social-Responsibility(CSR)-Richtlinie. Diese Richtlinie soll Anreize schaffen, dass sich Unternehmen noch umfangreicher sozial engagieren.

Von CSR-Maßnahmen können in Deutschland mehr als 610.000 Organisationen, Vereine und Stiftungen mit unterschiedlichen Ausrichtungen profitieren. Eine davon ist die DKMS gGmbH. Als gemeinnützige Organisation benötigt sie für ihre umfangreiche Arbeit rund um das Thema Stammzellspende finanzielle Unterstützung.

Wenn Sie „DKMS“ hören, denken Sie bestimmt zuerst an die Registrierung von Stammzellspendern. Diese ist das höchste Gut der DKMS. Denn in der Spenderdatei finden sich alle potenziellen Lebensretter, die Menschen mit einer Erkrankung des blutbildenden Systems eine Chance auf Genesung geben können. Alle 15 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch an Blutkrebs, doch nur jeder zehnte von ihnen findet einen passenden Spender. Um die Datei weiter auszubauen und die DKMS auch als wissenschaftliche Forschungsorganisation im Bereich Blutkrebs und Stammzelltransplantation zu vergrößern, ist soziales Engagement gefragt. Denn wir wollen noch mehr Blutkrebspatienten weltweit den Zugang zu einer Stammzelltransplantation und damit einer Chance auf Leben ermöglichen.

Was können Unternehmen für die DKMS konkret tun?

Die DKMS ist für kreative Kooperationsideen offen, die von einem gemeinsamen Product-Sharing bis hin zum Charitypartner von bundesweiten Groß-Events reichen. Zunächst können Firmen Registrierungsaktionen veranstalten, bei denen sich ihre Mitarbeiter in die Spenderdatei aufnehmen lassen. Dabei stellt sich das Unternehmen als Unterstützer der DKMS positiv nach innen und außen dar und beweist soziale Verantwortung.

Die Registrierungskosten pro Mitarbeiter werden vom Unternehmen getragen und an die DKMS weitergegeben. Eine Firmenregistrierung wird gern von Partnern als Startschuss für eine langfristige Kooperation genutzt, um mit gutem Beispiel voran zu gehen.

Unternehmen können aber auch Aktionen unterstützen, die bestimmte Gruppen ansprechen. Da junge, männliche Spender häufig für eine Spende angefragt werden, sind sie für die DKMS besonders wichtig. Um junge Männer zu einer Registrierung zu bewegen, können Unternehmen beispielsweise bei der Finanzierung des Jungspenderprogramms unterstützen und sich dieser zielgruppenorientiert präsentieren. Registrierungsaktionen an Schulen und Hochschulen bieten hierfür eine geeignete Plattform. Natürlich kann sich grundsätzlich jeder gesunde Mensch zwischen 17 und 55 Jahren registrieren lassen und ab einem Alter ab 18 Jahren auch zur Spende aufgerufen werden.

Forschung kostet Geld!

Die DKMS engagiert sich auch über die Forschung im Kampf gegen Blutkrebs. Entsprechende Abteilungen der DKMS vereinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen Berufsgruppen, darunter Mediziner, Biologen und Statistiker. Diese hohe wissenschaftliche Kompetenz macht die DKMS zu einem starken Partner in der nationalen und internationalen Forschungslandschaft. Die Mitarbeiter unserer eigenen, klinischen Forschungseinheit Clinical Trials Unit (CTU) verfügen über langjährige Erfahrung in der Koordination und Durchführung von klinischen Prüfungen. Die CTU führt eigene Studien durch, um die bestmögliche Behandlung für Patienten zu finden und Stammzelltransplantationen wirksamer und sicherer zu machen. Ferner entwickelt sie auf der Grundlage von Studien Methoden, um die Stammzellentnahme bei erwachsenen unverwandten Blutstammzellspendern effektiver und einfacher zu machen. Diese Arbeit können Unternehmen durch Spenden mitfinanzieren und so die Blutkrebsforschung unterstützen.

Für den Kampf gegen Blutkrebs kann man sich auf vielfältige Weise engagieren. Ganz wichtig: Jede Hilfe kommt an. Immer wieder treffen Patienten und ihre Lebensretter in sehr emotionalen Momenten zusammen. Genau sie sind es, die allen Beteiligten immer wieder zeigen, wie wichtig diese Arbeit ist, wie viel Leidenschaft darin steckt und wie wertvoll soziales Engagement ist.

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