„Wenn der Schiedsrichter nicht gesagt hätte: Das war es, vielen Dank – wäre ich ewig stehen geblieben.“

Das Heimspiel des 1. FC Köln gegen den SC Paderborn am 16. September 2019 stand im Zeichen der DKMS und des Kampfs gegen Blutkrebs. Registrierungsstände in den Abelbauten und vor der Südkurve sowie Aktionen im Stadion stellten die Kampagne #StellBlutkrebsinsAbseits der Stiftung 1. FC Köln und der DKMS in den Mittelpunkt und mehr als 260 Fans konnten in die Datei aufgenommen werden.

Emotionaler Höhepunkt des Spieltages war das Einlaufen der beiden Mannschaften und der Schiedsrichter. Sie wurden von geheilten Patienten und Lebensrettern der DKMS auf das Spielfeld begleitet. Dazu kam: Der 1. FC Köln trat nicht wie gewohnt mit dem REWE-Logo auf. Der FC-Hauptpartner machte den begehrten Platz auf der Brust frei für die DKMS.

Einer der geheilten Patienten war Markus Gerlach (auf dem Gruppenfoto in der hinteren Reihe als fünfter von rechts), Feuerwehrmann aus Remscheid. Der passionierte Läufer und FC-Fan erkrankte 2008 an Blutkrebs und bekam durch eine Stammzellspende eine neue Lebenschance. Die Unterstützung des 1. FC Köln für die DKMS hat den 38-Jährigen nachhaltig beeindruckt. Im Gespräch mit der DKMS schildert er seine Erlebnisse.

Als ich von der DKMS Bescheid bekommen habe, dass ich dabei sein kann, war für mich sofort klar, das machst Du! Denn so eine Gelegenheit bekommt man nicht so schnell wieder!

An einem wunderschönen sonnigen Tag waren die besten Voraussetzungen gesetzt, um für die DKMS als“ kleines“ Einlaufkind beim ersten 1. FC Köln dabei zu sein. Nachdem sich die 25 Spender und Empfänger zusammengefunden haben, ging es auch schon direkt los.

In den Katakomben, wo sich normalerweise nur die Profis bewegen, durften wir uns direkt in der Nähe umziehen, um einheitlich aufzutreten. Nach ein paar kurzen Verhaltensregeln ging es auch schon direkt los.

Wir haben uns positioniert und darauf gewartet, dass es endlich losgehen kann. Draußen war deutlich zu hören, dass die Fans sich auf ein tolles Spiel freuen, die Stimmung war super und dementsprechend auch die Aufregung bei mir – beziehungsweise wahrscheinlich bei allen, die mit eingelaufen sind.

Ich hatte das große Glück und durfte sogar als Erster mit den Schiedsrichtern einlaufen, was meine Aufregung natürlich nicht linderte. Auf einmal ging es ganz schnell  die Musik wurde laut, das Stadion tobte und wir durften mit zum Anstoßkreis auflaufen.

Das Motto #StellBlutkrebsInsAbseits war überall im Stadion zu sehen ©Thomas Fähnrich

Wahnsinn! Eine großartige Atmosphäre, einmalige Stimmung und so viel Impressionen, die auf einen einprasseln. Bevor man sich zweimal umgedreht zum Winken, durfte man das Spielfeld auch schon wieder verlassen. Wenn der Schiedsrichter nicht gesagt hätte: Das war es, vielen Dank – wäre ich ewig stehen geblieben. Ich freue mich, dass ich dabei sein konnte und durfte!

Im Anschluss habe ich mich noch mit den anderen „Einlaufkindern“ unterhalten, um zu erfahren, wie sie die Atmosphäre genossen haben.

Selbstverständlich wurde auch das Thema Stammzellspende nicht vergessen, weil jeder auf seiner Weise seine Erfahrungen gemacht hat. Es ist ein so wichtiges Thema, auf das man nicht oft genug aufmerksam machen kann.

Mit der großen Aufmerksamkeitsaktion der DKMS rund um das Stadion, im Stadion und während des Spiels fand ich das eine super Sache.

Als Stammzellempfänger kann ich nur sagen: Lasst euch registrieren!!!

Man kann mit wenig so viel Gutes tun!

Markus

Gänsehautatmosphäre: Ausverkauftes Haus im RheinEnergieSTADION ©Thomas Fähnrich

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