Ein Blick hinter die Kulissen der DKMS Kommunikation, für Sara von Knobelsdorff eine willkommene Abwechslung im Rahmen ihres Volontariats beim Landschaftsverband Rheinland (LVR). Drei Wochen hat sie bei uns reingeschaut, viel Persönlichkeit und ihre Sicht der Dinge eingebracht und das Team dabei unterstützt, mit vielen neuen Themen und Perspektiven Aufmerksamkeit zu schaffen für unser Thema. Wie sie diese Zeit empfunden hat, hat sie uns in ihrem Gastbeitrag erzählt.

Sätze wie „Endlich eine schöne Nachricht!“ oder „Das freut mich nun aber!“ hört man hier oft. Denn in der Kommunikationsabteilung der DKMS fiebert man mit. Nicht nur mit Blick auf das Ranking während des internen WM-Tippspiels, sondern vor allem mit den Patientenschicksalen. Mit viel Empathie und Fingerspitzengefühl erzählen die Kollegen Geschichten von Hoffnung, Verzweiflung, Glück und Freude und manchmal leider auch vom Tod.

Ihr Ziel ist es, mit Hilfe dieser Beispiele aus der täglichen Arbeit der DKMS die Menschen in der Welt zu berühren, Informationen zu liefern, die überzeugen, und so neue potenzielle Spender zu finden, um kranken Patienten eine neue Lebenschance zu ermöglichen. „Wohl der einzige Job, in dem man mit Kommunikation dazu beiträgt, Leben zu retten“, über diesen Satz, den eine Kollegin an meinem ersten Tag zu mir sagt, denke ich lange nach.

Ich darf in dieser Abteilung hospitieren. Eigentlich arbeite ich als Volontärin beim Landschaftsverband Rheinland in der Kommunikationsabteilung. Drei Wochen lang geht es für mich also nicht in mein Zweierbüro im Landeshaus am Rhein mit Blick auf die Hohenzollernbrücke und den Dom, sondern ich fahre nach Köln Braunsfeld in die Scheidtweilerstraße zur DKMS in das große Newsroom-Büro. Schnell merke ich, zwei Jahren im öffentlichen Dienst in einer Verwaltung sind nicht spurlos an mir vorbeigegangen

An meinem ersten Tag kann ich meinen Blick nicht von dem roten Sitzsack neben mir wenden und sage mir immer wieder: Denk daran, du darfst alle duzen. Das Telefon klingelt und gekonnt sieze ich den Kollegen von der Technik. Sorry, ich komme aus einer Behörde, da duzt man sich so gut wie nie. Er nimmt es mit Humor. Ob ich noch mal anrufen wolle, um es dann richtig zu machen? Dann hilft er mir natürlich trotzdem. Danke! Dieser Sitzsack. Wann ist der richtige Moment um Büroalltag darauf zu sitzen?

Die ersten Tage lese ich viel, versuche anzukommen und mich mit der DKMS vertraut zu machen. Woche zwei: Die Redaktionskonferenz steht an und ich darf Themen vorschlagen. Aber kann mir überhaupt noch etwas einfallen, das ihr nicht schon geschrieben habt? Beim LVR muss ich nie lange überlegen, es gibt gefühlt unendlich viele Themen: Geschichten aus unseren Förderschulen, unseren Psychiatrischen Kliniken, den Museen, der Denkmalbehörde, dem Landesjugendamt oder unserem großem Inklusionsfest.

Das monothematische Arbeiten ist für mich eine Herausforderung. Und ich lerne: Keine Angst vor Herausforderungen, natürlich kann man ein Thema immer neu erzählen! Es gibt viele Perspektiven auf ein und dieselbe Sache.

Eine besonders berührende Perspektive ist die der Betroffenen: Der Patienten und ihrer Angehörigen. Ich durfte mit zu einer Registrierungsaktion der Freiwilligen Feuerwehr für ihren erkrankten Löschgruppenführer Josef. Menschen, die zusammenhalten, froh sind, endlich etwas tun zu können. Hoffnung und Dankbarkeit. Ein sehr emotionaler Termin, der mir eindringlich zeigt, was die DKMS ausmacht.

Mein Fazit nach diesen drei aufregenden und inspirierenden Wochen: Ich nehme aus dieser Hospitation nicht nur Eindrücke über die Arbeitsweise und Organisation der Kommunikationsabteilung mit, sondern auch die Begeisterung für die Arbeit der DKMS.

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