Vor wenigen Wochen konnten wir als DKMS davon erzählen, dass zum 70.000sten Mal seit unserer Gründung 1991 eine Stammzellspende für einen Blutkrebspatienten durch einen DKMS-Spender ermöglicht wurde. Hinter diesen 70.000 Lebenschancen stehen aktuell über 8 Millionen Menschen, die sich weltweit bei der DKMS registriert haben und für eine solche Spende bereitstehen.

Das sind fantastische Zahlen und die Hoffnungen, die damit verbunden sind, sind noch um ein Vielfaches größer und wertvoller. Die Hoffnung auf ein Überleben.

Um uns als DKMS in die Lage versetzen zu können, das alles für Blutkrebspatienten weltweit möglich zu machen, benötigen wir Spender. Wir brauchen Menschen, die sich freiwillig und uneigennützig bereiterklären, sich zu registrieren und bei einem Match mit einem Patienten als Spender zur Verfügung stehen. Und je mehr Spender wir haben, umso mehr zweite Chancen auf Leben können ermöglicht werden.

Im Kampf gegen Blutkrebs ist oft die Zeit entscheidend. Je schneller die Medien über Patienten und deren Schicksale berichten können, umso mehr Menschen können erreicht und aufgefordert werden, sich dem Kampf gegen Blutkrebs anzuschließen.

Aber dafür müssen wir den Menschen, müssen wir der Öffentlichkeit von den Schicksalen der Patienten erzählen. Von ihren Ängsten, aber eben auch von dieser Hoffnung. Wir müssen als Stammzellspenderdatei die Öffentlichkeit informieren und aufklären, wie einfach eine Spende ist und das jeder ein Lebensretter sein kann. Und wir wollen als DKMS auch erzählen, wie einfach es ist, lebensrettende Forschung zu unterstützen. Denn es soll den Patienten ein Transplantat ermöglicht werden, mit dem auch das beste Ergebnis erzielt wird.

Um die Öffentlichkeit zu erreichen, kann die DKMS seit ihrer Gründung auf eine breite Unterstützung durch die Medien bauen. Ohne die mediale Aufmerksamkeit durch Berichterstattung hätten wir bis heute nicht diese 70.000 Lebenschancen ermöglichen können.

Der Rückblick auf unsere Kommunikationsarbeit ist zwar durchweg positiv, aber wir schauen natürlich auch nach vorne. Die Medienlandschaft befindet sich mitten im Wandel. Klassische Medien verlieren immer mehr an Bedeutung und vor uns liegt eine riesige Community mit immer mehr Zielgruppen und Multiplikatoren, die wir ansprechen möchten – und müssen. Denn: Wir wollen einen passenden Spender für jeden Patienten finden.

Diesen Herausforderungen stellen wir uns als Kommunikationsabteilung und haben das DKMS Media Center im Sommer 2017 an den Start gebracht. Das Media Center hilft uns dabei, die sehr gute Zusammenarbeit mit Medien und Multiplikatoren weiter auszubauen und zeitgemäß zu gestalten.

Wir bieten dort die gesamte DKMS-Themenwelt übersichtlich auf einer Plattform, dazu alle Hintergrundinformationen  und Materialien zur Recherche und redaktionellen Berichterstattung.

Das Herzstück unserer Arbeit sind die Patientenaufrufe und Registrierungsaktionen vor Ort, quer durch Deutschland, Woche für Woche.

Hier erlebt man nicht nur „live“ die Arbeit der DKMS, hier sieht man vor allem die ganze Vielfalt und Energie, die bei einer solchen Aktion freigesetzt wird, bei der sich Menschen für andere Menschen engagieren: tausende freiwillige Helfer jedes Jahr, Unterstützung durch Vereine, egal ob Sport oder Blaskapelle, Unternehmen bis hin zu Persönlichkeiten des gesellschaftlichen Lebens, die zur Registrierung aufrufen.

Bevor es das Media Center gab, war das alle regional beschränkt – auch medial. Mit dem Media Center können wir nun diese unglaubliche Energie an Unterstützung und Engagement sichtbar und online erlebbar machen.

Medien, aber auch alle anderen Unterstützer werden im Bereich Patientenaktionen tagesaktuell mit Updates zu den einzelnen Aktionen versorgt und bieten alles Wissenswerte über die Patienten und alle Aktivitäten rund um die Aktionen – vorher, währenddessen und nachher, eingebettet in die gesamte DKMS-Themenwelt und zur redaktionellen Verbreitung bestimmt.

Und genau das haben wir in der vergangenen Woche in Berlin beim Live-Pitch für den Deutschen Preis für Onlinekommunikation (dpok) der Jury erzählt, als es darum ging, warum unser Media Center der beste Newsroom 2018 ist. Weil es uns als Kommunikationsabteilung dabei hilft, unseren Beitrag zu leisten, mehr zweite Lebenschancen zu ermöglichen.

Die Konkurrenz war stark: Denn neben der DKMS waren in der Kategorie die Portale und Newsrooms der Bausparkasse Schwäbisch Hall, Porsche, Hahnemühle, FineArt, innogy und Voith nominiert.

Zusammen mit unserer Agentur NetFederation GmbH konnten wir die Jury überzeugen und am Abend bei der Award Show den Preis in der Kategorie „Portal + Newsroom“ entgegennehmen.

v.l. Christian Berens und Annika Jötten (NetFederation), Jana Wessel und Marc Krüsel (DKMS)

Wir, als Kommunikationsabteilung der DKMS, freuen uns sehr über diese Auszeichnung, denn sie ist die Anerkennung unserer Arbeit durch die deutsche Kommunikationsbranche.

Aber wir wären nicht die DKMS, wenn wir uns nicht auch darüber freuen würden, mit diesem Preis und der Aufmerksamkeit, wieder ein bisschen mehr Öffentlichkeit mit unserem wichtigen Thema erreicht zu haben – für mehr Spender und noch mehr zweite Chancen auf Leben.

Diesen Artikel teilen
FacebookTwitterGoogle+LinkedInXINGWhatsApp