Wenn es das ganze Jahr nur um Business Solutions, Produktberatung und Webkonferenzen geht, ist man als Unternehmen sicher stolz darauf, nicht nur seinen eigenen Geschäftskunden, sondern Menschen weltweit helfen zu können. Wie das geht? Nun, das in Bad Vilbel ansässige Unternehmen Brother International hat mit einer firmeninternen Registrierungsaktion bewiesen, dass es neben den eigenen Kennzahlen durchaus auch andere lohnenswerte Ziele gibt. 57 Mitarbeiter des Druckerherstellers ließen sich kürzlich als potenzielle Lebensretter in die DKMS aufnehmen und stehen – sobald die im Labor die Gewebemerkmale analysiert wurden – dem weltweiten Suchlauf zur Verfügung, um für Blutkrebspatienten den passenden Stammzellspender zu finden.

Nachdem 31 Mitarbeiter bereits registriert waren, sind bei Brother International nun 88 im Besitz einer DKMS-Spendercard.

Wie bei Firmenaktionen üblich, hat das Unternehmen die der DKMS entstandenen Kosten von 35 Euro pro Registrierung übernommen. Aufgrund der tollen Resonanz innerhalb der Belegschaft legte Geschäftsführer Matthias Kohlstrung noch einen drauf, indem neben der Kostenübernahme dieselbe Summe auch für die bereits registrierten Mitarbeiter gespendet, und darüber hinaus die Gesamtsumme auf 5.000 Euro aufgerundet wurde: „Ich bin stolz, dass so viele Kolleginnen und Kollegen ein deutliches Zeichen in Sachen Verantwortung und Mitgefühl zeigen. Dieses Engagement unterstützen wir sehr gerne und hoffen natürlich auch, dass wir mit unserem Beispiel weitere Firmen zu solchen Aktionen inspirieren können.“

Eine Registrierungsaktion unter den Kollegen durchzuführen, war allerdings nicht allein die Idee der Geschäftsführung, sondern kam zunächst initial aus der Belegschaft selbst. Mit Oliver Lamprecht gibt es nämlich in den eigenen Reihen bereits einen Mitarbeiter, der bereits Stammzellspender für einen Patienten gespendet hat. Der Service-Mitarbeiter hatte sich privat registriert und wurde 2013 von der DKMS kontaktiert, da seine Merkmale mit denen eines an Blutkrebs erkrankten jungen Mannes übereinstimmten: „Für mich war es gar keine Frage zu helfen, als die Gelegenheit da war und ich würde es sofort wieder tun. Gesundheitliche Beschwerden hatte ich nach der Spende keine, ganz im Gegenteil. Wenn man sich bewusst macht, dass man das Leben eines Menschen retten kann, schüttet der Körper so viele Endorphine aus, dass man sich einfach nur noch freut.

Als gemeinnützige Organisation ist die DKMS neben der Bereitschaft, Stammzellen zu spenden, auch auf finanzielle Unterstützung angewiesen, weshalb wir uns nicht nur über die vielen neuen Spender in der Datei freuen, sondern auch über die großzügige Geldspende.

Die generierten Gelder fließen derzeit überwiegend in die Finanzierung der Neuspenderregistrierung. Überschüsse dienen der stetigen Verbesserung des Typisierungsprofils und helfen finanziell bei der Weiterentwicklung von Therapien sowie der Unterstützung von Patienten.

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