Zusammen mit der Tagung der „American Society for Histocompatibility and Immunogenetics“ (ASHI) in San Francisco (USA) fand dieses Jahr im September etwas weiter südlich in Pacific Grove auch der „International Histocompatibility and Immunogenetics Workshop“ (IHIW) statt.

Ziel beider wissenschaftlicher Kongresse ist das bessere Verständnis der Genetik des HLA- und verwandter Systeme. Während der jährliche ASHI mit zirka 1.100 Teilnehmern das jährliche Pendant zum europäischen EFI ist, stellt der IHIW mit ca. 250 Teilnehmern eine kleinere Plattform zur intensiveren Diskussion bereit. Zudem findet der IHIW nur in unregelmäßigen Abständen von einigen Jahren statt. Der nächste Workshop wird erst in vier Jahren in Amsterdam stattfinden.

DKMS-Mitarbeiter Dr. Jan Hofmann (Abteilungsleitung Bioinformatik) bei einem Vortrag auf dem Histocompatibility and Immunogenetics Workshop (IHIW)

Mit insgesamt acht Vorträgen auf dem IHIW, sowie zwei Vorträgen und sechs Postern auf dem ASHI war die DKMS zusammen mit dem DKMS Life Science Lab überdurchschnittlich sichtbar vertreten. Vorgestellt wurden unsere aktuellen Forschungsergebnisse zu einer großen Bandbreite von Themen.

Dazu zählen die Typisierung von HLA-E, experimentelle HLA-Typisierung mittels Oxford Nanopore MinION Sequenzierern, Evolution und Diversität von HLA-DPB1 Allelen, die Ganz-Gen Sequenzierung von KIR Allelen, die Variabilität von KIR-Allelen vor dem Hintergrund unterschiedlicher ethnischer Gruppen, bioinformatische Methoden zur Haplotypfrequenzbestimmung und nicht zuletzt das DKMS Neuspendertypisierungsprofil.

Dr. Gerhard Schöfl (DKMS LSL, Abteilungsleitung Bioinformatik und IT) auf dem IHIW

Natürlich war das Programm gerade durch die eigenen Beiträge für die Teilnehmer der DKMS dicht gepackt. Durch die Aneinanderlegung der beiden Veranstaltungen haben sich jedoch ausreichend Möglichkeiten geboten, mit Projektpartnern nächste Schritte zu diskutieren und abzustimmen.

Mit unseren Aktivitäten auf dem wissenschaftlichen Parkett sind wir in der Lage, neue, für die DKMS relevante, wissenschaftliche Entwicklungen auf dem Gebiet der Stammzellspende früh zu erkennen, zu verfolgen und mit eigenen Arbeiten zu unterstützen.

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