Warum besiegt ein Blutkrebspatient seine Erkrankung durch eine Stammzelltransplantation und bei einem anderen Patienten kommt es zu Komplikationen oder gar zum Rückfall? Was ist die bestmögliche Therapie? Wie kann die Auswahl von unverwandten Stammzellspendern verbessert werden? Und wie beugt man den oftmals lebensgefährlichen Abstoßungsreaktionen nach erfolgter Transplantation besser vor?

Es gibt viele Fragen, die zeigen: Im Bereich der Blutkrebsbekämpfung ist Forschung absolut essentiell. Eine ganz wichtige Rolle kommt dabei dem medizinisch- wissenschaftlichen Nachwuchs zu, den die DKMS unterstützt – zum Beispiel mit Stipendien im Rahmen des Mechtild Harf Forschungsprogramms (Mechtild Harf Research Grants), die seit 2015 jährlich von der DKMS Stiftung Leben vergeben werden. Ziel ist es, innovative und lebensrettende Forschung zu fördern und aussagekräftige Studien zur Behandlung von Krankheiten aus dem hämatopoetischen System zu ermöglichen.

Die neue Bewerbungsfrist für das Mechtild Harf Forschungsprogramm ist gerade gestartet und läuft vom 1. Oktober 2017 bis zum 31. Januar 2018.

Doch warum unterstützen wir Forschung überhaupt?

Weil wir den medizinischen Fortschritt vorantreiben wollen und müssen, um die bestmögliche Behandlung für Patienten mit Blutkrebs zu finden – und um die Stammzelltransplantation wirksamer zu machen. Es sterben einfach noch zu viele Menschen“, sagt Prof. Dr. med. Johannes Schetelig, Leiter der Clinical Trials Unit (CTU), der wissenschaftlichen Forschungseinheit der DKMS und ergänzt: „Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist uns dabei immens wichtig. Wir versprechen uns davon viele spannende Impulse und Erkenntnisse. Wir brauchen einfach mehr Cutting-edge-Forschung, weltweit und offensiv und Geld, um diese Forschung zu finanzieren.

Prof. Johannes Schetelig

Prof. Dr. med. Johannes Schetelig ist Leiter der Clinical Trials Unit (CTU), der wissenschaftlichen Forschungseinheit der DKMS in Dresden.

Ihren eigenen Beitrag dazu leistet die DKMS Stiftung Leben Spenden, indem sie pro Jahr zwei Stipendien an Bewerber aus der ganzen Welt vergibt, die in einem verwandten Fachgebiet promoviert haben – dem Mechtild Harf Forschungsprogramm. Über einen Zeitraum von drei Jahren, beginnend ab dem 1. Juli 2018, werden Fördergelder in Höhe von maximal  240.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Die Finanzierung und Verwaltung dieses Forschungsprogrammes erfolgt durch die DKMS Stiftung. Der Medizinische Beirat der Stiftung wählt die Stipendiaten aus. Dabei fokussiert sich ein Stipendium auf klinische Forschung, das andere unterstützt Laborforschung.

In diesem Jahr wurden die Mechtild Harf Research Grants an Priv. Doz. med. Frederik Damm (Charité-Universitätsklinikum Berlin) und Priv. Doz. med. Hendrik Poeck (Technische Universität München) vergeben.

Übrigens: Die Mechtild Harf Research Grants werden zu Ehren von Mechtild Harf, der Frau von Peter Harf, benannt. Harf gründete 1991 in Deutschland die DKMS, nachdem seine Frau 1991 an Leukämie gestorben war.

Alle Informationen zu den Mechtild Harf Research Grants finden Sie auch in unserem DKMS Media Center.

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