Oftmals gibt es bei einer Akuten Myeloischen Leukämie (AML) mehrere Therapiestrategien und es ist unklar, welche die besten Ergebnisse bringt. Ende 2015 startete deshalb die ETAL3-ASAP Studie der DKMS, in der es um die bestmögliche Behandlung von Patienten mit AML geht, die eine Stammzelltransplantation benötigen.

Die Studie, die von der Clinical Trials Unit (CTU) der DKMS betreut wird, wendet sich an die Patienten, die schlecht auf eine Standard-Chemotherapie ansprechen oder ein Rezidiv (Rückfall) erlitten haben.

Es werden zwei Behandlungsstrategien für Hochrisiko-AML-Patienten miteinander verglichen:

  • die „Standard-Strategie“, bei der Patienten zunächst mit Chemotherapie und hochdosierten Medikamenten und erst anschließend mit einer Blutstammzelltransplantation behandelt werden
  • die „kontrollierende Strategie“ mit reiner Beobachtung oder Gabe von niedrigdosierten Medikamenten sowie einer so schnell wie möglich erfolgenden Blutstammzelltransplantation

Endpunkt der Studie ist eine Dokumentation des Gesamtüberlebens an Tag 56 nach erfolgter Stammzelltransplantation.

Die Laufzeit der Studie beträgt fünf Jahre: In dieser Zeit sollen insgesamt 308 Patienten an verschiedenen behandelnden Kliniken  (darunter Stuttgart, Frankfurt/M., Tübingen, Augsburg, Mannheim, Mainz und Aachen) in die Studie eingeschlossen werden. Die Kosten belaufen sich auf rund drei Millionen Euro.

Mit der Studie soll  die Frage beantwortet werden, ob – vor Beginn einer Stammzelltransplantation – eine aggressive Chemotherapie zur Erreichung eines Rückgangs der Krankheit wirklich notwendig ist. Wenn mit dieser Studie ein Erfolg der ASAP-Strategie nachgewiesen werden kann, könnte dies die Standard-Therapie bei dieser Patientengruppe nachhaltig verändern und die Überlebenschance vergrößern.

Inklusive der Nachbeobachtung der Patienten wird die Studie noch bis zum Jahr 2020 laufen.

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