Für die DKMS ist die finanzielle Unterstützung im weltweiten Kampf gegen Blutkrebs von essenzieller Bedeutung. Neben den Privatpersonen, die die DKMS mit Geldspenden berücksichtigen, sind es auch die vielen Unternehmen, die durch ihr Engagement verschiedene Initiativen ermöglichen und damit ihren Anteil an der internationalen erfolgreichen Arbeit der DKMS haben.

Bei der DKMS bietet der Club der 1000 engagierten Unternehmen einen besonderen Rahmen. Hier geht es nicht alleine um Geldspenden, sondern vielmehr um eine Gemeinschaft, die sich in ihrer gesellschaftlichen Verantwortung für den Kampf gegen Blutkrebs und sich im Plenum für betroffene Patienten stark macht.

Im Interview berichtet Petra Ennenbach als Ansprechpartnerin für bestehende Partner und interessierte Unternehmen, über Ziele, Aufgaben und Möglichkeiten des „Club der 1000“.


Was genau ist der Club der 1000?
Beim „Club der 1000“ handelt es sich um eine Gemeinschaft von Unternehmen – vom Familien- und Mittelstandsbetrieb bis hin zum Global Player -, die die DKMS in ihrem weltweiten Kampf gegen Blutkrebs unterstützen. Dies geschieht in erster Linie durch eine jährliche Spende in mindestens vierstelliger Höhe. Zusätzlich bieten sich über die Geldspende hinaus weitere Möglichkeiten, sich im Sinne einer gesellschaftlichen Verantwortung zu einzubringen.

Wie sehen diese aus?
Die DKMS bietet als gemeinnützige Organisation unterschiedliche Varianten für ein Engagement. Einige Beispiele verdeutlichen das breite Spektrum, z.B. Spende statt Geschenke, Verkaufserlöse und Lizenzgeschäfte, Benefizaktionen, Pay-Roll-Giving, also die Restcent-Spende. Viele Unternehmen binden ihre Mitarbeiter auch in den sozialen Einsatz mit ein. Oftmals ist eine Registrierungsaktion für Mitarbeiter, bei der das Unternehmen die Kosten von 40 Euro pro Registrierung übernimmt, der Einstieg in ein erweitertes Engagement. Besonders wichtig ist uns eine individuelle Betreuung. Jedes Unternehmen setzt eigene Schwerpunkte und bietet besondere Möglichkeiten für ein soziales Engagement, auf die wir mit speziellen Angeboten und Ideen eingehen.

Helvetia unterstützt die DKMS

v.l. Skirennläuferin Viktoria Regensburg, DKMS-Mitarbeiterin Petra Ennenbach, Helvetia COO Ingo Reiss, Skilangläufer Nicole Fessel und Sebastian Eisenlauer

Was sind aus Ihrer langjährigen Erfahrung heraus die wichtigsten Aspekte für ein Unternehmen, sich mit der DKMS für den Kampf gegen Blutkrebs einzusetzen?
In der heutigen Zeit werden sich immer mehr Unternehmen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Damit einher geht das gemeinschaftliche Engagement von Geschäftsführung und Mitarbeitern, die – wie in unserem Beispiel – alle auf ein Ziel hinarbeiten: Durch die Registrierung noch mehr Blutkrebspatienten eine zweite Lebenschance schenken und durch Geldspenden den Kampf gegen Blutkrebs vorantreiben. Es gibt leider auch immer wieder Fälle, bei denen Mitarbeiter direkt oder indirekt in ihrer Familie mit einer Blutkrebserkrankung konfrontiert werden. In diesen Fällen sind die Unternehmen immer die treibende Kraft, die gemeinsam mit der DKMS eine Initiative zeitnah umsetzen.

Mit dem „Club der 1000“ wird auch der Begriff der Gemeinschaft in Zusammenhang gebracht. Wie ist das zu verstehen?
Durch eigene Aktionen und Projekte unterstützt jedes Unternehmen für sich die DKMS. Doch die Unternehmen im „Club der 1000“ können als Gemeinschaft auch Großes bewegen: Durch die vielen Einzelspenden können am Ende Initiativen umgesetzt werden, die der DKMS als gemeinnützige Organisation sonst nicht möglich wären. Somit wird jeder Partner zu einem Teil des großen Ganzen. Neben den bundesweiten Hochschulaktionen werden auch Forschungsprojekte gestartet und die dringend notwendige Internationalisierung vorangetrieben. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass jedes Engagement der Unternehmen am Ende der Allgemeinheit zugute kommt.

Die Begriffe Corporate Social Responsibility (CSR) oder auch unternehmerische Sozialverantwortung rücken immer mehr in den Fokus. Was bedeutet dies für die DKMS?
Neben dem wirtschaftlichen Erfolg sind sich die Unternehmen heutzutage ihrer Rolle in der Gesellschaft bewusst und nehmen ihre Verantwortung an. Ein gutes Beispiel dafür ist der Salesforce-Gründer Marc Benioff, der für sein weltweit agierendes Unternehmen das sogenannte 1-1-1-Modell entwickelt hat: Dies bedeutet, dass Salesforce 1% der Arbeitszeit der Mitarbeiter, 1% des Kapitals und 1% der Produkte der Gemeinschaft spendet. Das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen sollte in erster Linie intrinsisch motiviert sein. Es gibt für aktive Unternehmen auch einen Mehrwert: Mitarbeiter können sich einbringen, wodurch ihre Motivation wächst und die Bindung zu ihrem Arbeitgeber zunimmt. Und in der öffentlichen Wahrnehmung ist ein soziales Engagement bedeutsam, wobei die DKMS regelmäßig unternehmerische Initiativen kommunikativ aufgreift.

Mehr Infos zum Club und zu den Unterstützungsmöglichkeiten durch Unternehmen finden Sie auf dkms.de/der-club-der-1000

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