In diesen Tagen kann die DKMS wichtige Meilensteine beim internationalen Ausbau der Organisation feiern. Seit 2009 ist die DKMS in Polen mit Sitz in Warschau aktiv und hat nun die Eine-Million-Spender-Marke erreicht. Ein toller Erfolg für unsere polnischen Kolleginnen und Kollegen, der zeigt, dass unsere Vision „Wir besiegen Blutkrebs“ in der polnischen Bevölkerung angekommen ist. Und das Wichtigste: mehr als 1.000 polnische Spender konnten alleine 2016 einem an Blutkrebs erkrankten Patienten weltweit eine neue Lebenschance schenken. 

„Wir haben in den vergangenen acht Jahren das Bewusstsein für die Stammzellspende in Polen gestärkt. Während dieser Zeit konnten wir über eine Million potenzielle Spender registrieren, von denen mehr als 4.000 echte Spender wurden. Das bedeutet mehr als 4.000 Chancen auf Leben für Blutkrebspatienten auf der ganzen Welt. Leider gibt es immer noch viele Patienten, die auf den passenden Spender warten und deshalb ist es so wichtig, unseren Kampf gegen den Blutkrebs fortzusetzen und die Stammzellspende zu fördern“, sagt Ewa Magnucka, Geschäftsführerin der DKMS in Polen.

Eine Million Spender bei DKMS in Polen registriert

Auch in Polen ist Social Media ein wichtiger und nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der DKMS-Kommunikation, um möglichst viele Menschen zu erreichen und für das Thema zu sensibilisieren. Mittlerweile hat der Facebook-Kanal der DKMS in Polen fast eine halbe Million Fans und wächst stetig. 

Insgesamt eine rasante Entwicklung in wenigen Jahren, die die Chancen für Blutkrebspatienten in Polen deutlich erhöht hat. Vor der Gründung der DKMS in Polen waren nur etwa 45.000 Menschen als potenzielle Spender registriert und für viele Patienten, die dringend auf eine Stammzelltransplantation angewiesen waren, konnte kein passender Spender gefunden werden. Für die anderen Patienten wurde in fast 50 Prozent der Fälle eine Spende beispielsweise aus Deutschland importiert. Nur jede fünfte Fremdspende wurde von einem einheimischen Spender geleistet. Mittlerweile machen die einheimischen Spender den größten Teil der vermittelten Spenden aus. Die Leukämie-Erkrankung des in Polen bekannten Heavy-Metal-Sängers Adam „Nergal“ Darski im Jahr 2010 war bei dieser Entwicklung ein wichtiger Meilenstein. Durch die Berichterstattung in den polnischen Medien ließen sich tausende Menschen als Spender registrieren und es verhalf dem Thema Stammzellspende zu großer Aufmerksamkeit.

Einen weiterer Erfolg gelang den Kollegen in Warschau bei der Ansprache so genannter „Jungspender“. Das „Hochschulprojekt“, bei dem gezielt junge Studierende angesprochen werden, wird mit großem Erfolg an verschiedenen Universitäten des Landes durchgeführt und lässt die Zahl der Spender bis 30 Jahre stetig steigen.

DKMS Espana schließt Vereinbarungen mit fünf katalonischen Kliniken

Weitere gute Nachrichten gibt es aus Spanien. Dem DKMS-Team in Barcelona ist es gelungen, Vereinbarungen mit fünf der wichtigsten Kliniken der katalonischen Hauptstadt abzuschließen. Damit kann nun, nach langen Vorbereitungen, das Projekt „Patient Aid“ in die Praxis umgesetzt werden. Dabei erhalten drei der fünf Kliniken direkte Unterstützung durch die DKMS. Hier geht es um Prävention und Behandlung von Spätfolgen bei Patienten im Zusammenhang mit Stammzelltransplantationen. Die zwei anderen Kliniken sind nun mit Hilfe der DKMS in Spanien in der Lage, ihren Patienten und deren Angehörigen psychologische Unterstützung anzubieten.  Außerdem werden aktuell die ersten Ergebnisse des „Patient Aid“-Programms zusammengetragen, über das bereits das deutsch-spanische Wirtschaftsmagazin „Economía“ berichtete.

Weitere Infos auf dkms.pl und dkms.es

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