Eine erfolgreiche, international agierende Organisation wie die DKMS braucht auch erfahrene Mitarbeiter. Seit über zwei Jahren leitet Miquel Leon bei der DKMS am Standort in London den Bereich Fundraising für UK. Bereits seit 20 Jahren sammelt der gebürtige Spanier Erfahrung im Fundraising. Insights hat mit ihm über seine Aufgaben, Träume und Ziele gesprochen.

Was ist für dich die größte Herausforderung als Abteilungsleiter im Fundraising?

Die größte Herausforderung ist externer Natur. In UK ist die DKMS ja erst seit wenigen Jahren aktiv. Das führt dazu, dass wir noch nicht so bekannt sind, wir sprechen also von einer „low brand awareness“. Die zweitgrößte Herausforderung habe ich hinter mir, und zwar ein funktionierendes Team zusammenzustellen.

Und wie sieht die Zusammenarbeit mit den anderen Standorten aus?

Da wir als DKMS in mehreren Ländern aktiv sind, müssen Aktivitäten, Strategie und Kommunikation abgestimmt werden. Einige Standorte existieren schon länger, andere wiederum erst seit wenigen Jahren und in Spanien haben wir ja gerade erst mit Fundraising angefangen. Das führt dazu, dass die einzelnen Länder unterschiedlich weit sind und unterschiedlich schnell agieren. All das in Einklang mit den Erwartungen zu bringen, ist eine Herausforderung. Gleichzeitig ist es eine Möglichkeit, von den anderen Fundraising-Abteilungen zu lernen und dadurch zu vermeiden, die gleichen Fehler zu begehen.

Dieses tolle Team zusammenzustellen, empfinde ich als größten Erfolg.


Wie sieht ein perfekter Arbeitstag für dich aus?

Das ist ein Tag, an dem alles reibungslos funktioniert und jeder versteht, was wir tun. Und an dem wir nicht zu viele Meetings haben, so dass ich mich um mein Team kümmern kann.

Auf welche Leistung bist du bisher am meisten stolz?

Dieses tolle Team zusammenzustellen, empfinde ich als größten Erfolg! Natürlich werden wir an Zahlen gemessen, aber da ist sicher noch Luft nach oben. Als zweiten Erfolg würde ich die Zusammenarbeit mit unserem International Fundraising Team werten. Allein die vielen Höhen und Tiefen zusammenzuerleben, gibt mir persönlich sehr viel.

Was war dein Traumberuf als Kind?

Als ich noch jung war, hat mich Geschichte so fasziniert, dass ich Archäologe werden wollte. In der Schule wollte ich dann Architekt werden. Etwas aufzubauen, ist meine Leidenschaft, bedeutet gleichzeitig aber auch Frust, weil ich kein Architekt geworden bin. Ich bin in solchen Dingen einfach viel zu praxisorientiert. Ich hätte ja sechs Jahre studieren müssen, und wer weiß, was dann passiert wäre. Es war also schon immer mehr ein Traum als ein möglicher Beruf. Seit ich 16 bin, arbeite ich an meinen eigenen Projekten. Meine Eltern hatten nicht die Möglichkeit, mir ein teures Studium zu finanzieren. Aber wer weiß schon, vielleicht werde ich ja doch noch eines Tages Architekt. Andererseits bin ich nicht so gut in Mathe, weshalb ich Excel so toll finde.

Miquel Leon an seinem Arbeitsplatz im Londoner Büro

Miquel Leon an seinem Arbeitsplatz im Londoner Büro


Wie erklärst du einem neuen Mitarbeiter die Philosophie der DKMS?

Immer wenn ein neuer Mitarbeiter zu uns kommt, veranstalten wir eine große Vorstellungsrunde. Es geht immer um Visionen und Ziele bei einer gemeinnützigen Organisation und diese muss man auf die Mitarbeiter übertragen. Ich denke, wir versuchen, aus unseren Fehlern zu lernen, keine Schuldzuweisungen zu machen und gute Beziehungen zueinander aufzubauen. Teamwork ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit und jeder Mitarbeiter sollte die Chance bekommen, sich in Workshops und Meetings einzubringen.

Teile so viel wie möglich und hab keine Angst, Fehler zu machen.


Welchen Ratschlag kannst du Fundraisern bei der DKMS geben?

Ich bin nicht wirklich gut darin, Tipps zu geben. Ich denke, die Mitarbeiter müssen selbst herausfinden, was bei ihnen funktioniert und was nicht. Aber wenn ich etwas sagen müsste: Teile so viel wie möglich und hab keine Angst, Fehler zu machen. Try, test, trial & error – das ist der beste Weg, um zu lernen. Wir können nicht immer nur erfolgreich sein, in dem, was wir tun. Wir erleben Rückschläge, erbringen aber auch wahnsinnig gute Leistungen, was toll ist. Es ist also alles ein Test und dabei geht es um die Erfahrungen, die man macht.

Weitere Infos zu den Fundraising Aktivitäten wie „Let’s make a Spark“ finden Sie unter dkms.org.uk/en/get-involved