1991 wurde nicht nur die DKMS gegründet – auch das South African Bone Marrow Registry (SABMR) nahm seine Tätigkeit auf. Ins Leben gerufen wurde es damals von Prof. Ernette du Toit und dem Hämatologen Prof. Peter Jacobs. Für die mittlerweile 80-jährige Immunologin und Wissenschaftlerin du Toit eine Lebensaufgabe. „Es ist magisch, was wir erreichen können. Frühere Patienten haben sich Träume erfüllt. Einer ist jetzt Kapitän auf einer Yacht und segelt um die Welt.“

1967 hatte sie nach ihrem Studium zunächst als junge Doktorin im Labor für Gewebetypisierungen am „Groote Schuur Hospital“ in Kapstadt begonnen und an den Untersuchungen für die erste Herztransplantation weltweit mitgewirkt. „Ich war einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Ich wurde in die Welt geschickt und lernte alles über Organtransplantationen.“ Später widmete sie sich unter anderem dem Bereich „Gewebetypisierungen bei Organtransplantationen“ und entwickelte Tests, die auch für die Knochenmarktransplantation relevant wurden. So entstand die Idee zur Gründung des SABMR, in dem aktuell mehr als 75.000 Menschen registriert sind. Kürzlich ist du Toit in den Ruhestand gegangen, möchte aber dem SABMR und ihrer Nachfolgerin Dr. Charlotte Ingram weiterhin verbunden bleiben.

Unter der Sonne Südafrikas: Joshua (l.) und Maximilian verbrachten eine tolle Zeit (Credit: Gary van Dyk)

Unter der Sonne Südafrikas: Joshua (l.) und Maximilian verbrachten eine tolle Zeit (Credit: Gary van Dyk)

Ich hoffe sehr, dass noch viel mehr Patienten überall auf der Welt geholfen werden kann.“

Bei der 25-Jahr-Feier in Kapstadt Ende September 2016 begrüßte das SABMR zwei ganz besondere Gäste: den 30-jährigen DKMS-Spender Maximilian Klausing und den 19-jährigen Joshua. Der Hannoveraner hatte dem Südafrikaner mit seiner Stammzellspende eine Lebenschance geschenkt und die beiden konnten sich nun erstmals kennenlernen. Für alle ein unvergesslicher Tag. „Ich freue mich riesig, dass es ihm gut geht!“, so Maximilian. „Ich hoffe sehr, dass noch viel mehr Patienten überall auf der Welt geholfen werden kann.“