Über die Hälfte der aktuellen Bundesligavereine und viele weitere Fußballclubs aus den anderen Ligen haben die DKMS bereits im Kampf gegen Blutkrebs unterstützt. Das ist nicht nur deshalb so wichtig, weil wir mit gezielten Registrierungsaktionen viele neue Spender aufnehmen können, sondern vor allem auch, da wir durch die öffentliche Wahrnehmung sehr viel Aufmerksamkeit auf das Thema Stammzellspende lenken können. Das Zusammenspiel zwischen Verein, Sponsoren, Fans, Presse und den prominenten Profispielern sorgt dafür, dass wir eine große Bandbreite an Unterstützern für unsere Mission, den Blutkrebs zu besiegen, gewinnen. So wird die Botschaft an Millionen von Fußballinteressierten weitergetragen.

Zu Beginn der Saison 2013/14 liefen die Bayer-Profis mit dem DKMS-Logo auf

Zu Beginn der Saison 2013/14 liefen die Bayer-Profis mit dem DKMS-Logo auf

Die bisher größte Beachtung fand unsere Kooperation mit Bayer 04 Leverkusen im August und September 2013, als der Werksclub die ersten Spieltage mit dem Logo der DKMS auf der Brust auflief. Zusätzlich war die DKMS zudem auf Cam Carpets, Videobanden, TV-Spots auf den Video-Walls der BayArena, in Bayer 04-Publikationen sowie im Internet- und Social-Media-Plattformen sichtbar. Zudem übernahmen die Profis die Schirmherrschaft für eine Patientenaktion in Leverkusen und unterstützten weitere Charity-Aktionen im Umfeld des Vereins. Auch diverse Bayer-Fangruppen haben sich mit eigenen Ideen eingebracht , Geldspenden gesammelt und eine eigene Aktion ins Leben gerufen.

DKMS-Präsenz im Stadion von Bayer Leverkusen

DKMS-Präsenz im Stadion von Bayer Leverkusen

„Wir haben uns ganz bewusst für die DKMS entschieden, da wir auf ein wichtiges Gesundheitsthema aufmerksam machen wollen.“, beschrieb der damalige Bayer 04-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser die Motivation des Werksclubs. „Es ist nur logisch, dass wir bis zu einem möglichen Vertragsabschluss mit einem Sponsor unser Trikot für Charity-Aktionen zur Verfügung stellen“, erläuterte Holzhäuser und verwies darauf, dass sich zudem deutlich über 20 Charity-Organisationen bei Bayer 04 Leverkusen gemeldet hatten. Daher ist die DKMS natürlich besonders stolz darauf, den Zuschlag bekommen zu haben.

Kurze Zeit später folgte auch Borussia Mönchengladbach dem Aufruf „Mund auf gegen Blutkrebs“ und ließ sowohl die Mannschaft als auch Fans registrieren. Helfer nahmen bei einem Heimspiel rund um den BORUSSIA-PARK die leeren Trinkbehälter mit je einem Euro Pfand von Zuschauern entgegen, so dass über den Becherpfand eine Spende von 6.496 Euro zusammenkam.

Auch Profis von Borussia Mönchengladbach ließen sich registrieren

Auch Profis von Borussia Mönchengladbach ließen sich registrieren

Ein langjähriger Unterstützer ist auch der FC Schalke 04, der zuletzt im April 2016 zur Stammzellspende aufgerufen hat. Dabei ließen sich die Profispieler Benedikt Höwedes, Ralf Fährmann, Leroy Sane sowie Finanzvorstand Peter Peters im Rahmen einer Pressekonferenz als potenzielle Lebensretter registrieren. Moralische Unterstützung erhielten die vier Königsblauen von Horst Heldt, der bereits typisiert ist und Margit Tönnies, die als Schirmherrin der Aktion Kinderträume e.V. schon 2011 und 2013 Typisierungsaktionen auf Schalke unterstützte.

Schalke-Fans lassen sich beim Heimspiel in die Datei aufnehmen

Schalke-Fans lassen sich beim Heimspiel in die Datei aufnehmen

Für das größte Echo auf Seiten der Fans sorgte eine gemeinsame Aktion mit dem Zweitligisten 1. FC Union Berlin, als sich nach der Erkrankung ihres Spielers Benjamin Köhler (Lymphdrüsenkrebs) über 1.800 Fans als Stammzellspender registrieren ließen und die Fan-Gruppe „Wuhlesyndikat“ einen Spendenscheck von über 30.000 Euro überreichte.

Auch der SV Darmstadt 98 gehört in die lange Liste der engagierten Profivereine. Bereits 2009 hatten die Lilien bei einem Benefizspiel rund 4.000 Euro für die DKMS gesammelt. Im März 2015 setzte sich der Verein zusammen mit Hauptsponsor PEAK für einen Patienten aus der Region ein und spendeten insgesamt 6101 Euro (u.a. durch Losverkäufe).

Große Namen gibt es aber auch in der Regionalliga, so zum Beispiel Alemannia Aachen. Die gesamte Mannschaft ließ sich im April 2015 nach einer Trainingseinheit in die Datei aufnehmen und wenige Tage später hatten dann auch die Aachen-Fans die Möglichkeit, sich bei einem Heimspiel im Tivoli als Spender zu registrieren. Die Aktion wurde vom Sponsor DocMorris unterstützt.  Zuvor hatte der Verein bereits 2006 und 2011 zur Stammzellspende aufgerufen.

Weitere namhafte Unterstützer der letzten Jahre sind unter anderem FSV Mainz 05Hannover 96, SV Werder Bremen, VfL Wolfsburg, SC Paderborn, VfB Stuttgart, SC Freiburg, Borussia Dortmund, 1. FC Köln, Karlsruher SC, Dynamo Dresden, SpVgg Greuter Fürth und der VfB Oldenburg.

Mainz 05 mit dem DKMS-Logo auf der Brust

Mainz 05 mit dem DKMS-Logo auf der Brust

Natürlich können uns auch Amateurmannschaften unterstützen. Dafür hat die DKMS eigens das Projekt „Fußball-Helden – Mein Club gegen Blutkrebs“ ins Leben gerufen. Über eine Microsite haben interessierte Vereine die Möglichkeit, ein Infopaket zu bestellen oder sich direkt für eine Aktion im Verein anzumelden. Die Zielgruppe der Fußballer ist für uns besonders interessant, da es sich größtenteils um junge, männliche, sportlich aktive Spender handelt, die besonders oft als Echtspender in Frage kommen. Als Testimonial konnten wir Nationalspieler Jérôme Boateng gewinnen, der sich seit Anfang letzten Jahres für die DKMS einsetzt und schon mehrfach seine Fans über die sozialen Medien zum Mitmachen aufgefordert hat.

Zuvor hatte bereits der Deutsche Fußball-Bund (DFB) seine Mitarbeiter in der Frankfurter Geschäftsstelle registrieren lassen. Daraufhin machten sich auch die Landesverbände im Rahmen des „Fußball-Helden“-Projekts stark für den Kampf gegen Blutkrebs. Und zeigen, dass es im Fußball um mehr geht, als nur um Tore.