Kann eine Privatinitiative, die aufgrund eines persönlichen Schicksals ins Leben gerufen wurde, innerhalb von 25 Jahren zu einem Global Player werden? Zu einem Teil einer weltweiten Solidargemeinschaft, die zeigt, dass Nächstenliebe auch im 21. Jahrhundert noch Bestand hat? Die fremden Menschen hilft, welche zehntausende Kilometer entfernt auf ihre einzige Überlebenschance warten: Die Stammzellen eines unbekannten Spenders. Heute wissen wir: Ja, das kann sie. Und wie!

1991 hatte wohl noch niemand gedacht, dass die DKMS im Kampf gegen Blutkrebs derart erfolgreich sein würde. Damals waren in Deutschland gerade einmal 3.000 Spender registriert. Bei weitem zu wenige, um den vielen Patienten, die auf einen Fremdspender hoffen, zu helfen. Zudem war die Suche über ausländische Dateien zu zeitintensiv.

Die DKMS erhielt 1991 neben umfangreiche Firmen- und Privatspenden eine finanzielle Förderung durch die Deutsche Krebshilfe und dazu Mittel des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). 1994 läuft die Anschubfinanzierung aus, die DKMS ist fortan für den Ausbau der Datei auf Geldspenden angewiesen.

Inzwischen lassen sich allein pro Tag in der Datei der DKMS über 3.000 Menschen registrieren. Aus der Suche nach dem passenden Spender für Mechtild Harf, der Frau des Gründers Dr. Peter Harf, sind über die Jahre über 56.000 neue Lebenschancen geworden. Auch wenn Mechtild den Kampf gegen die Krankheit verloren hat, vielen anderen hat das Engangement ein neues Leben geschenkt.

Mechtild Harf starb 1991 an den Folgen ihrer Leukämieerkrankung. Sie hinterließ zwei Töchter.

Mechtild Harf starb 1991 an den Folgen ihrer Leukämieerkrankung. Sie hinterließ zwei Töchter.

Mittlerweile sind 6,3 Millionen Menschen als potenzielle Lebensretter registriert – nicht nur in Deutschland, sondern auch in unseren Länderstandorten USA, UK, Polen und Spanien. Über 600 DKMS-Mitarbeiter aus mehr als 20 Nationen setzen sich inzwischen dafür ein, Blutkrebspatienten eine zweite Lebenschance zu ermöglichen. Und da wir noch mehr Patienten helfen wollen, unterstützen wir den Kampf gegen Blutkrebs auch in Indien. Weitere Länder sollen folgen.

Es gibt noch viel zu tun, aber wir haben eine Vision.

Inzwischen liegt der Anteil der DKMS an den weltweit vermittelten Stammzellspenden bei rund 38 Prozent. Mehr als 75 Prozent der DKMS-Stammzelltransporte gehen derzeit von Deutschland aus ins Ausland. Rund um die Uhr sind Stammzellen von uns aus unterwegs in die Welt.

„Es gibt noch viel zu tun, aber wir haben eine Vision“, sagt Gründer Peter Harf, Vorsitzender des DKMS Stiftungsvorstandes. „Unser Ziel ist es, jedem Blutkrebspatienten – egal, aus welchem Land er kommt – eine Lebenschance zu ermöglichen.“

Zum Jubiläum organisiert die DKMS am 27. Mai zwanzig Spender-Patienten-Treffen, eine Pressekonferenz sowie eine Abendveranstaltung unter dem Motto  Wir feiern das Leben. Einen Tag später findet der weltweite Aktionstag World Blood Cancer Day statt, um die Öffentlichkeit weiter zu sensibilisieren. Denn der Kampf gegen Blutkrebs geht auch in den nächsten 25 Jahren weiter.

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